Herdbuchzucht - Das Geheimnis des Nolana-Erfolges: Tel: 02655 96 29 12
|
||||||||||
|
Aktualisiert am: 10/11/2009
Druckansicht Pressemappe
Das Nolana-Projekt Zucht und Haltung von Haarschafen in Deutschland Die Schafhaltung in der Bundesrepublik Deutschland leidet unter sehr niedrigen und stark schwankenden Rohwollerlösen von 0,20 bis 0,80 €/kg. Wolle kann bereits seit Jahren in unserem Lande kaum noch kostendeckend (Kosten der Wollerzeugung: Schur, Wollpflege, Vermarktung, etc.), geschweige denn gewinnbringend produziert werden. Die Textilindustrie wird von einem rasant verlaufenden Strukturwandel gebeutelt und deckt ihren Bedarf an Wolle heutzutage durch Importe aus Übersee. Arbeitsgänge wie das Waschen, Aufbereiten und Verarbeiten der Wolle finden kaum noch im Inland statt. Aus diesem Grunde schlug Dr. Rolf Minhorst im Jahre 1997 vor, Haarschafe auf breiter Basis zu züchten und stellte die Projektidee erstmalig als „Nolana-Projekt“ in der Fachpresse der Öffentlichkeit vor. Die seither im Nolana-Projekt zusammengeschlossenen Züchter und landwirtschaftlichen Versuchseinrichtungen sind dabei, eine neue Fleischschafrasse im Haarschaftyp zu züchten. Diese „Nolana“-Schafe haben eine Kurzhaardecke (wie eine Ziege), produzieren kein Wollvlies und müssen daher nicht geschoren werden. Die bei der Wollproduktion entstehenden Kosten entfallen also und belasten die Schafhaltung nicht mehr zusätzlich. Projektziele Angesichts des Preisverfalls von Rohwolle soll der Schafzucht mit der Bereitstellung einer leistungsfähigen Haarschafrasse (Nolana-Schafe) eine neue Perspektive geboten werden.
Warum die Bezeichnung Nolana-Schafe? 1. Für die im Entstehen begriffene, neue synthetische Rasse wurde der Name „Nolana“ eingeführt. Nolana ist ein latinisiertes Kunstwort und bedeutet „Keine Wolle“. Diese Bezeichnung ist inzwischen gut etabliert und wird von den Züchtern und auch von den Schafzuchtverbänden für die neuen Zuchtregister benutzt. Im Ausland wird diese Bezeichnung ebenfalls gut verstanden. 2. Da die Kreuzungspopulation genetisch noch lange nicht konsolidiert ist, wird mit „Nolana-Schafe“ in der ersten Stufe lediglich ein „Haarschaf-Typus“ bezeichnet. Die Maßnahmen zur genetischen Konsolidierung haben im Jahre 2003 begonnen. Wie funktioniert das Projekt? Mangels öffentlicher Fördergelder wurde der Weg der Umzüchtung von Wollschafherden zu Haarschafherden mittels einfacher Rückkreuzung auf Wiltshire Horn mit in der R1- oder R2-Generation stattfindenden Inter-se-Parung und entsprechender Selektion auf den erwünschten Typ vorgeschlagen. Wegen Fehlens entsprechender Mittel kann das Vorhaben nicht experimentell durchgeführt sondern muß mit kooperationswilligen Züchtern realisiert werden. Die Praxis hat das Vorhaben allerdings sofort sehr gut angenommen. Um die erwünschten Kreuzungsprodukte bis zur R1- und R2-Generation herzustellen, setzten die Züchter bislang gekörte und genotypisierte Wiltshire Horn-Böcke aus verschiedenen Herdbuchzuchten ein. Es wurde in Anlehnung an die Entstehung des Deutsch-Angus Rindes verfahren. Seit Ende der 60’iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts benutzten die Rinderhalter, die von der Milchvieh- zur Fleischrinderproduktion wechseln wollten, reinrassige Angusbullen für ihre Kühe, die den jeweils lokal vorhandenen Rassen angehörten. Erst als landesweit eine genügend große Anzahl von Kreuzungstieren zur Verfügung stand, begann man mit der genetischen Konsolidierung. So entstand das „Deutsch Angusrind“, welches nun seit langem eine anerkannte Zuchtrasse ist. Die Zuchtleiter der drei großen Schafzuchtverbände in Nordwest-Deutschland kooperieren seit Oktober 1999 mit dem Nolana-Projekt. Im Juli 2000 wurde von Dr. Brüggemann, SZV Westfalen-Lippe, die Genehmigung des Nolana-Zuchtversuches in Düsseldorf beantragt. Nach Genehmigung Ende 2000 wurde eine Nolana-Zuchtregisterordnung aufgestellt und ein Zuchtregister eröffnet, das von anderen Verbänden übernommen wurde. Das vorläufige Zuchtziel ist bis zu seiner endgültigen Festlegung folgendermaßen formuliert: „Die Ausprägung der Leistungseigenschaften des zukünftigen Nolana-Schafes müssen im guten Durchschnitt der Rassen liegen, die als Muttergrundlage benutzt wurden.“ Für das Nolana-Fleischschaf gelten also folgende Parameter:
Für das Nolana-Landschaf gelten folgende Parameter:
Und so sehen die Nolana-Fleischschafe aus: Links Nolana Mutterschafe und rechts ein Schafbock
Weitere Informationen erhalten Sie über www.nolana-schafe.de oder über den Koordinator des Nolana-Netzwerkes
Dr. Rolf Minhorst Eichertstr. 48 56745 Weibern (Eifel) Tel: 02655 - 9962 912
|
||||||||||